1926
Die Gründung. Fritz Scharnhorst startet in Borstel einen Landhandel mit Dünger und Holz – bald auch mit Grubenholz für den Bergbau.
1934
Der Name Mehring. Wilhelm Mehring senior heiratet Lina Scharnhorst – die Familie Mehring übernimmt Verantwortung im Unternehmen.
1940er
Erstes Sägen. Ein dampfbetriebenes Sägewerk in Linsburg wird gepachtet – die ersten Erfahrungen im Holzeinschnitt entstehen.
1957
Der Standort. Am 14. März wird das Gelände am Rahlandsweg in Borstel erworben – bis heute der Sitz des Sägewerks.
1965
Das Sägewerk entsteht. Im August läuft der erste Stamm über ein handbeschicktes Sägegatter – die eigentliche Sägewerksgeschichte beginnt.
1969
Mehr Handling. Ein Portal- bzw. Brückenkran erleichtert das Bewegen schwerer Stämme spürbar.
1974
Spänesilo. Mit dem Bau eines Spänesilos werden Nebenprodukte systematisch erfasst und verwertet.
1978
Neues Bürogebäude. Die wachsende Verwaltung bekommt ein eigenes Zuhause auf dem Gelände.
1979
Hackschnitzel. Ein Restholzhacker macht aus Sägeresten gefragte Hackschnitzel – ein früher Schritt zur vollständigen Holzverwertung.
1980
Eigener Fuhrpark. Ein neuer Kombi-LKW mit Ladekran erweitert die Möglichkeiten, Holz selbst abzuholen und auszuliefern.
1987
Neues Gatter. Ein Müller-Sägegatter (Ø 71 cm) erhöht Kapazität und Schnittleistung.
1989
Sortierung. Ein Wolf-Rundholzsortierzug bringt mehr Ordnung und Effizienz auf den Holzplatz.
1991
Eigene Werkstatt. Eine LKW-Werkstatthalle sichert die Verfügbarkeit des wachsenden Fuhrparks.
1993
Mehrblattkreissäge. Mit einer Paul BM16 hält moderne Kreissägentechnik Einzug.
1995
15.000 Festmeter. Eine Spaner-Schwachholzanlage steigert den Einschnitt auf rund 15.000 Festmeter pro Jahr.
1998
Entrindung. Eine Rundholzsortierung mit Entrindung verbessert Qualität und Weiterverarbeitung.
2000
Über 20.000 Festmeter. Die Linck-Profilieranlage US71 hebt die Jahresleistung auf über 20.000 Festmeter.
2003
Kameraoptimierung. Eine automatische Besäumanlage mit Kamera (BFB, Italien) bringt erstmals optische Schnittoptimierung ins Werk.
2007
Generationswechsel. Friedhelm Mehring übernimmt zum 1. Januar die Leitung. Trotz Orkan „Kyrill" steigert neue EWD-Spaner-Kreissägen-Technik den Einschnitt auf über 30.000 Festmeter.
2009
Veredelung. Automatische Stapelanlage, Vierseitenhobel und Vakuumtrockner erweitern die Wertschöpfung bis zur fertigen Hobelware.
2012
Über 40.000 Festmeter. Eine neue EWD-Besäumanlage und zwei Trockenkammern bringen die Leistung auf über 40.000 Festmeter pro Jahr.
2013
Umschlagbagger. Ein Fuchs MHL334 beschleunigt das Handling von Rundholz auf dem Platz.
2014
Entrinder & Kappanlage. Ein EWD ER90 Entrinder sowie eine Huckle Stapel- und Kappanlage erhöhen Tempo und Präzision.
2015
Langer Sortierstrang. Ein rund 44 m langer Rundholz-Sortierstrang macht die Eingangslogistik noch leistungsfähiger.
2017
Mehr Kapazität. Ein zweiter Fuchs-Bagger (MHL330), eine Stenner-Trennbandsäge und ein Kälin-Vierseitenhobel (bis 300 × 300 mm) erweitern das Spektrum.
2018
Doppelwellensäge. Eine Kälin-Doppelwellensäge ergänzt die Schnitttechnik für noch mehr Flexibilität.
2019
Digitale Steuerung. Ein digitales Steuerungskonzept von EWD und eine Holzmatic Sortier- und Stapelanlage vernetzen die Produktion durchgängig.
2020
Ausnahmejahr. Nicht der gefürchtete Borkenkäfer, sondern ein Virus bestimmt den Alltag: Corona stellt vieles auf den Kopf – der Betrieb passt sich an und läuft weiter.
2021
Investitionen trotz Unsicherheit. Der LKW-Fuhrpark wird Schritt für Schritt erneuert, im Mai kommt ein Liebherr LH26 Holzumschlagbagger hinzu. Gemeinsam mit Holzmatic aus Südtirol entsteht eine mannlose Ganzstammreduzierung, die unförmige und zu dicke Stämme bis 5 m auf ganzer Länge für den störungsfreien Schnitt vorbereitet. Zum Jahresende werden langjährige Mitarbeiter in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet.
2022
Bewegte Märkte. Corona klingt ab, dafür verändert ein Krieg in Europa die Märkte für Holz und Energie – und der Borkenkäfer bleibt ein Thema. Die Flottenerneuerung geht weiter: Zu den acht Mercedes-Benz-Lkw gesellt sich ein Volvo FH500 als Langholzzug mit Teleskopsattel.
2023
Energie & Technik. Eine Solaranlage mit rund 100 kWp deckt künftig einen großen Teil des Eigenstrombedarfs – größer hätte sie ausfallen können, wären da nicht die Regularien. Mit Holzmatic folgt nach der Ganzstammreduzierung eine Wurzelreduzierung im Durchlauf vor dem Entrinder. Und von der Ligna in Hannover findet ein Umschlagbagger Fuchs MHL 434 den kurzen Weg ins Werk.
2024
Der Rundholzplatz. Die Firma Leiße aus Siedlinghausen liefert eine neue Rundholzaufgabe; Balkenkratzer unter den Vereinzelungen erleichtern die Sauberkeit auf dem Platz. Wo zuvor die Rundholzaufgabe stand, steht nun eine Langwaren-Stapelhilfe von Holzmatic.
2025
Viel gebaut, viel verändert. Der Langholzbereich wird neu aufgestellt – mit erhöhter Gleisanlage und einem leistungsstarken Sortierwagen von Baljer & Zembrod, der den 35 Jahre alten Wolf-Wagen ablöst. Auch die Nachbearbeitungshalle wird umstrukturiert: Eine Weinig-Dimter Opticut 700 Kappsäge und eine Mühlböck-Trockenkammer mit Wärmerückgewinnung steigern Qualität und Effizienz.
2026
100 Jahre Scharnhorst. Das Jubiläumsjahr ist da: ein Jahrhundert Holz aus Borstel. Und längst nicht das Ende der Geschichte – es ist einiges in Bewegung.